Ulrike Penz, 39 Jahre, verheiratet, 1 Kind, Ev.-Luth. Kirchgemeinde Mylau
Lieblingstätigkeiten (außer meiner Arbeit): Musik hören, musizieren, Lesen, Spazierengehen oder Wandern, Freunde treffen, Feste feiern
Als Kind dachte ich immer: Das, was dein Vater ist, wirst du mal nicht. Das hieß:
Pfarrerin wollte ich nicht werden. Dass sich das inzwischen geändert hat, ist Euch sicher aufgefallen.
Ich habe im Mitarbeiterkreis der evangelischen Jugend in Pirna viel über den Glauben und über die Verantwortung der Christen in der Welt und für die Menschen gelernt. Ich merkte: Davon möchte ich mehr wissen und davon möchte ich anderen erzählen.
Nach einem Jahr Arbeit im Krankenhaus begann ich, in Leipzig Theologie zu studieren. Das machte mir großen Spaß. Großen Spaß machte mir auch das Singen im Universitätschor – durch die Musik entdeckte ich biblische Texte noch einmal ganz neu. Nach meinem Studium verbrachte ich ein knappes Jahr in Südafrika, lebte und arbeitete in Gemeinden und Einrichtungen der lutherischen Kirche. Dort merkte ich: Unsere Probleme hier in Deutschland mögen uns riesig groß vorkommen – aber anderswo in der Welt haben es Menschen sehr viel schwerer, Menschen, die Christen sind wie wir und die wir nicht vergessen sollten. Nach meinem Vorbereitungsdienst kam ich in meine erste Pfarrstelle in Mylau und wurde hier am 5. September 1999 ordiniert, also für den Dienst in der Gemeinde beauftragt und gesegnet. Der Spruch dieses Sonntags ist ein Vers aus dem 103. Psalm: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“
Das ist ein Motto für mich geworden: Ich möchte nie vergessen, wie viel Gutes Gott für mich getan hat und tut. Ich möchte anderen davon erzählen, damit sie Gott auch vertrauen. Und ich möchte die Liebe, die ich von Gott geschenkt bekomme, an andere weitergeben. Deshalb komme ich gern zu den Andachten im Leuchtturm: Hier kann ich von Gott erzählen, von meinen Erfahrungen mit ihm und davon, was er uns anbietet. Ich kann einladen zum Vertrauen auf ihn. Und die Liebe, die Menschen hier durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erleben, sehe ich mit Bewunderung und Dankbarkeit.
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